Seitenwechsel

Zwei Brüder zwischen den Fronten der Geheimdienste, von der Stasi erpresst, gefangen in Ostberlin.

Berlin im Sommer 1961: Die Brüder Bernhard und Julius teilen sich eine Wohnung im Osten der Stadt. Während Julius mit seinem amerikanischen Freund Jack durch die Westberliner Jazzkeller tingelt, beobachtet Bernhard in einem brandenburgischen Wald sowjetische Soldaten bei einer mysteriösen Verladeaktion. Am nächsten Morgen findet er seinen Vater erhängt auf. War es wirklich Selbstmord, wie die Stasi behauptet?

Bernhard und Julius beginnen, heimlich Nachforschungen anzustellen und geraten dabei zwischen die Fronten der Geheimdienste. Von der Stasi erpresst, beschließen sie, sich in den Westen abzusetzen. Doch in der Nacht ihrer Flucht versperren Stacheldraht und Wachposten ihnen den Weg: Von einem Tag auf den anderen ist Ostberlin zu einem Gefängnis geworden, in dem die Brüder keine ruhige Minute mehr haben. 


Seitenwechsel" ist ein spannender Spionagekrimi von Michael Römling, dem Autor von "Schattenspieler" und "Signum - Die verratenen Adler".

"Seitenwechsel ist auch als eBook erhältlich.

 
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Spannende DDR- und Geheimdienst-Fakten

Wussten Sie, dass ...  
   
... die Treibladungen der sowjetischen Mittelstreckenraketen 92prozentiges Ethanol enthielten? Einige der bei den Lagertanks stationierten Soldaten verkauften den Treibstoff unter dem Namen „Blaue Donau“ als Drink an ihre Kameraden.  
   
... Franz Josef Strauß angesichts der Kriegsgefahr wegen Westberlin einmal empfahl, die Stadt abzureißen und in der Lüneburger Heide wieder aufzubauen?  
   
... die Briten allen in Berlin eingesetzten Soldaten mit einem wasserdichten Überlebenspaket ausstatteten, in dem sich eine Karte, Ausweispapiere, Kompass und eine Metallfeile, um aus dem Gefängnis zu entkommen, befanden?  
   
... einige Westberliner S-Bahn-Strecken unter Ostberliner Gebiet durchführten? Die Bahnhöfe auf diesen Abschnitten wurden zugemauert und die S-Bahnen fuhren ohne Halt durch, während auf den Bahnsteigen Grenzer patrouillierten.  
   
... es dem Lokführer Harry Deterling am 5. Dezember 1961 gelang, am Grenzbahnhof Albrechtshof die Sperranlagen zu durchbrechen – mit einem kompletten Passagierzug einschließlich Fahrgäste? Neben den eingeweihten Flüchtlingen - unter ihnen Deterlings Familie - waren auch "normale Reisende" im Zug. Alle Passagiere, die nicht in Westberlin bleiben wollten, gingen zurück in deie DDR.  
   
... seit der Grenzschließung bis Ende 1961 über 3000 Personen bei Fluchtversuchen verhaftet wurden? 73% davon zu Fuß, 11% mit der Eisenbahn, 8% mit Fahrzeugen, 4% über die Ostsee, 3 % schwimmend und 1 % durch die Kanalisation.  
   
... in den Abwasserkanälen der DDR teils runde Gitterstäbe mit ölgelagerten Metallkernen eingebaut wurden, um die Flucht durch die Kanalisation zu verhindern? Beim Versuch die Stäbe zu durchsägen, drehten die Metallkerne sich mit, so dass die Säge sie nicht fassen konnte.  
   
... manchmal Ostdeutsche auf den für US-Soldaten reservierten Transitzug von Westberlin nach Frankfurt aufsprangen, da dieser von den sowjetischen Grenzwachen nicht durchsucht werden durfte? Um die von den Flüchtlingen beim Hineinklettern eingeschlagenen Waggonfenster zu erklären, hatte der Kommandant einen Stein dabei, um behaupten zu können, die Scheibe sei von Vandalen eingeworfen worden.  
   
... der KGB in der Moskauer US-Botschaft bereits in den Rohbau Wanzen eingesetzt hatte?  
   
... einige Fahrzeuge der alliierten Militärverbindungsmissionen aufmontierte und entsprechend eng gesetzte Trabischeinwerfer hatten, um die breiten Geländewagen westlicher Produktion bei Dunkelheit wie DDR-Autos aussehen zu lassen?